Maschinenbau Erlacher

AUSZEICHNUNG 2008

LVH-Präsident H. Fritz, LVH Ortsobmann I. Bacher & BM Innerhofer gratulieren zur Auszeichnung
Die stolze Familie

Maschinenschlosser Jochen Erlacher ist Junghandwerker des Monat Mai 2008

Junghandwerker Jochen Erlacher hat den elterlichen Schlossereibetrieb modernisiert und auf die Konstruktion technischer Anlagen spezialisiert. Der LVH hat ihn zum "Junghandwerker des Monats" gekürt.

Vollautomatisch greift der bewegliche Roboterarm das Betonfertigteil und transportiert es über das Laufband zur nächsten Fertigungsstation. Die Hub- und Beförderungsanlage besteht aus mehreren Schweißkonstruktionen, Fräs- und Drehteilen. Sie stammt aus der Produktion der Firma Erlacher in Sand in Taufers. Die frühere Bauschlosserei hat Junghandwerker Jochen Erlacher auf die Fertigung und die Montage von Anlagen im Bereich der Förder- und Hebevorrichtungen ausgerichtet. Die Neuorientierung war erfolgreich, der LVH hat Erlacher deshalb zum "Junghandwerker des Monats" ausgezeichnet.

Langsamer Umstellungsprozess

"Das Zeichnen, Fertigen und Optimieren komplexer Beförderungsanlagen stellt hohe technische Anforderungen. Diese Herausforderung hat mich gereizt", nennt der heute 29-Jährige als Hauptgrund für die Neuorientierung des elterlichen Betriebs. Sein Vater Oswald Erlacher hatte die Schlosserei im Jahr 1979 gegründet. 2007 hat der Junghandwerker die Führung des Betriebs vollständig übernommen. Die Spezialisierung auf den Maschinenbau begann bereits sieben Jahre vorher. "Es war ein langsamer Umstellungsprozess", erinnert sich der junge Geschäftsführer. Neben den persönlichen Fähigkeiten und Interessen habe das schwierige Marktumfeld eine große Rolle gespielt. "Steigender Mitbewerb und Preisdruck haben uns immer mehr zugesetzt, als Kleinbetrieb war es für uns nicht leicht, die kurzfristigen Fertigungstermine einzuhalten."

Für den Junghandwerker war die Spezialisierung auf den individuellen und maßgefertigten technischen Anlagenbau die notwendige Umorientierung auf dem Markt. Zum Einsatz kommen die Anlagen in den Produktionshallen namhafter Südtiroler Großunternehmen, deren Namen Erlacher nicht nennen will. Die Pläne kommen großteils von den Auftraggebern selbst, Erlacher nimmt aber Verbesserungen vor.

Ausbidlung bewusst auf das technische Konstruieren ausgerichtet

Seine Ausbildung hatte der Junghandwerker bewusst auf das technische Konstruieren ausgerichtet. Den Besuch der Landesberufsschule in Bruneck schloss Erlacher mit der Gesellenprüfung in Maschinenbau (1997) und dem Gesellenbrief als Schlosser (1998) ab. Es folgten mehrere Arbeitssicherheitskurse und der Ausbildungskurs zum technischen Zeichnen mit Autocad. Der komplexe Maschinen- und Anlagenbau ist auch einer der Schwerpunkte bei der dreijährigen Meisterausbildung, die Erlacher zurzeit belegt. Die fachtheoretischen Prüfungen hat er kürzlich abgeschlossen.
Neben dem neuen Tätigkeitsbereich hat Erlacher eine innerbetriebliche Neuorganisation vorgenommen. "Einer der Vorteile eines Kleinbetriebs ist die Führungsstärke. Der Geschäftsführer hat sämtliche Teilbereiche im Überblick und kann rasch und unbürokratisch handeln", so der Junghandwerker. Neben seinem Vater arbeiten zwei Mitarbeiter bei der Produktion mit. Wert legt Erlacher auf die Ausbildung seiner Angestellten, die fortlaufend Kurse besuchen.

Für LVH-Präsident Herbert Fritz hat Erlacher "notwendige Spezialisierungs- und Fortbildungsmaßnahmen vorbildlich im elterlichen Betrieb umgesetzt". Neben Fritz gratulieren dem Junghandwerker des Monats LVH-Direktor Hanspeter Munter, der Vertreter der lokalen Junghandwerker und LVH-Ortsobmann Ingolf Bacher sowie LVH-Vizepräsident Helmuth Innerbichler, zugleich Bürgermeister von Sand in Taufers.

14.05.2008, aus "DER HANDWERKER - Fachzeitschrift für das Südtiroler Handwerk", Ausgabe Juni 2008

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